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Feuchtigkeit im Auto: Was tun?

Wenn du schon mal im Auto oder im kleinen Camper übernachtet hast, dann kennst du es, morgens nach dem Aufwachen alle Türen zu öffnen, weil das Wasser bereits an den Fenstern hinunter läuft. Besonders im Micro Camper beginnt der Morgen meist mit nassen Socken, wenn wir im Schlaf die Heckscheibe mit den Füßen berühren. Je größer der Camper, desto weniger Probleme gibt es mit der Feuchtigkeit im Auto, doch welche Tricks helfen im Micro Camper? Wir haben hier einige Tipps gesammelt, die uns auf unseren Reisen bei diesem Problem helfen.

 

Vorbereitung ist alles

 

Vergiss auf keiner Reise Wechselklamotten einzupacken. Besonders im Micro Camper versuchen wir natürlich so wenig wie möglich mitzunehmen, doch ein zweites Paar Schuhe und eine Jacke zum Wechseln, wenn die Erste durchnässt ist, dürfen auch bei uns nie fehlen!

Somit kannst du dich nach jedem Regenguss von deinen nassen Klamotten befreien und diese außerhalb deines Campers zum Trocknen auslegen und du nimmst keine Feuchtigkeit mit hinein. Besonders wichtig ist, dass vor Allem die Fußmatten über Nacht nicht feucht sind, da diese das Wasser sonst weiter kondensieren und für eine höhere Luftfeuchtigkeit im Auto sorgen.

 

Wie eben schon erwähnt, sollten nasse Klamotten außerhalb des Campers getrocknet werden. Dafür eignen sich Unterschlüpfe wie Wanderhütten oder überdachte Picknickplätze oder öffentliche Räume eines Campingplatzes, jedoch hat man diese ja nicht immer zur Verfügung. Eine einfache Lösung, die wir in diesem Fall nutzen: Lege deine Klamotten ausgebreitet z.B. auf deinen Campingtisch oder etwas anderes, das ausreichend Platz bietet und schiebe die Sachen nun unter deinen Camper. Hier sind sie vor weiterem Regen geschützt und du hälst die Feuchtigkeit vom Inneren des Autos fern.

 

Falls deine Matratze und oder Bettzeug am nächsten Morgen dennoch feucht ist, breite es aus und lasse es (im Idealfall von der Sonne) trocknen, bevor du weiter fährst. Denn sonst entsteht relativ schnell Schimmel. 

 

 

Mit Hilfsmitteln zum Ziel

 

Es gibt einige Haushaltsmittel, die Feuchtigkeit besonders gut aufsaugen und sich somit in der Theorie perfekt für das Reisen im Micro Camper eignen. Zwei Beispiele, die wir im Internet recherchiert haben, sind Reis und Kaffee. Klingt ja auch erstmal logisch: Wenn dir dein Handy ins Klo fällt, wird dir auch geraten, es auszuschalten und für zwei Tage in eine Schüssel mit Reis zu stellen. Was bei Smartphones funktioniert, klappte bei freeda leider nicht. Als wir uns eine Schüssel mit Reis über Nacht ins Auto stellten, wachten wir am Morgen mit genauso nassen Zehen auf wie jedes Mal.

Den leckeren, aber doch sehr penetranten Duft von Kaffee wollten wir auf so kleinem Raum nicht Nachts um uns haben und so mussten wir nach weiteren Alternativen suchen.

 

 

 

Die Lösung: Calciumchlorid

 

Eine kurze Recherche ließ uns auf ein Granulat stoßen, welches Salzähnliche Eigenschaften hat und sich somit hervorragend als Luftentfeuchter eignet. Das Calciumchlorid ist geruchsneutral, weswegen wir es beim Schlafen nicht wahr nehmen. Um einen größtmöglichen Effekt zu erlangen, nimmst du dir zunächst zwei Dosen, bei der eine als Auffangbecken für das absorbierte Wasser dienen soll. Nachdem du den Boden der ersten Dose mit Löchern versehen hast, steckst du Beide in einander und befüllst die Erste also die Obere mit dem Granulat. Das Wasser wird dann aufgesogen und über die Löcher im Boden wieder abgelassen und somit in der zweiten Dose aufgefangen. Diese kannst du dann leicht auskippen. Ein solches Granulat findest du zum Beispiel auf hier auf Amazon.

 

 

Der Lüftungsschlitz

 

Wir lassen unsere Fenster beim Übernachten in freeda immer einen Spalt weit offen, je nachdem wo wir stehen und wie warm es ist, ist dieser Spalt mal kleiner und mal größer. Um aber genügend Luft hereinzulassen, sodass kein Kondenswasser entsteht, braucht man schon mehr als 2 cm.

 

Es gibt Hacks für wenig Geld, mit denen man sich im Nu einen großen Lüftungsschlitz zaubern kann. Eine Variante, die wir bisher nur bei Freunden gesehen haben, ist ein Lüftungsgitter, welches man zwischen den Rand der Autotür und dem Fenster spannt. Beispiele dafür findest du hier

 

Auf dem Geocaching Event „Lost in MV“ hat uns die liebe Nicole ihren Trick gezeigt und zwar einen Kofferraumhaken. Mit diesem kann man seinen Kofferraum einen Spalt geöffnet lassen, obwohl er abgeschlossen und somit einbruchsicher ist. Dies haben wir nun auch sind mehr als glücklich damit! Danke Nicole!

 

 

Ein solches Modell findest du hier: Amazon

 

 

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, dass du dir einen sogenannten Regenschutz holst 

Diese ermöglichen es dir ebenfalls dein Fenster weiter zu öffnen ohne dass jemand von außen hereingreifen und es rein regnen kann.

 

Wir hoffen, dass wir dir nun mit diesen Tipps zu trockeneren Nächten verhelfen können!

 

Was sind deine Tricks gegen die lästige Feuchtigkeit im Camper? Hast du vielleicht andere Erfahrungen mit Reis oder Kaffee als Luftentfeuchter gemacht wie wir?

 

Wir sind gespannt und freuen uns auf deinen Kommentar! 

 

Bis bald, 

 

Nadine & Rikkert