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Urlaub am Wochenende! Tipps für günstige Kurztrips.

Hey, lieber Reisefreund!

 

Wir werden immer häufiger gefragt, ob wir überhaupt noch arbeiten oder wie wir es sonst hinbekommen, so viel herum zu reisen. Es macht scheinbar den Eindruck, dass wir permanent unterwegs sind. Dabei arbeiten wir in ganz normal Vollzeit und haben, wie wahrscheinlich auch du, eine 40 Stunden-Woche.

So bleibt uns auch nur die Wochenenden zum Vereisen und diese nutzen wir daher sehr intensiv.

 

Wir machen zum Beispiel selten längerer Reisen (2 Wochen und plus), sondern teilen unsere Urlaubstage eher so auf, dass wir viele kleine verlängerte Wochenenden haben. Am liebsten verbinden wir das mit Feiertagen, um so das Maximum an freien Tagen rauszuholen.

 

 

Wir sind also wirklich richtige Wochenend-Abenteurer und leben für die vielen kleinen Abenteuer am Wochenende. Wir schaffen es dadurch perfekt vom Alltag abzuschalten und ermöglichen uns unzählige Kurzurlaube im Jahr. Also theoretisch machen wir fast jedes Wochenende „Urlaub“, statt einmal im Jahr.

 

Im eigenen Auto schlafen

 

Der erste Punkt, der es uns ermöglicht so viel und vor allem kostengünstig zu reisen, ist unsere liebe freeda. Denn jedes Wochenende Unterkünfte wie Hotels, Hostels oder Ferienwohnungen zu buchen, ist für uns finanziell nicht machbar. Daher ist unser erster Tipp an dich: Schnapp dir deine Bettwäsche und übernachte doch auch mal irgendwo in deinem eigenen Auto. 

 

Ein weiterer Vorteil: Gerade mit einem Micro Camper kann man so gut wie überall und vor allem auch idyllisch mitten in der Natur unentdeckt übernachten. Man spart nicht nur viel Geld, sondern kann in einzigartigen Kulissen und in direkter Nähe zum nächsten Ausflugszielen übernachten.

Falls du es dir nicht vorstellen kannst in deinem kleinen Auto zu schlafen oder du nicht weißt, wie du es dir darin gemütlich machen sollst, dann schau mal gerne hier vorbei. 

 

So viel sei gesagt: Am Anfang konnten wir es uns auch nicht vorstellen, aber schon die erste Nacht hat es uns so angetan, dass wir dieses Freiheitsgefühl nun nie mehr missen wollen. 

 

 

Es gibt unzählige Stellplätze oder Parkplätze, die es dir ermöglichen kostenlos in der Region deiner Wahl zu übernachten. Falls du jedoch nicht auf Sanitäre Anlagen, Strom oder Gesellschaft verzichten möchtest, empfiehlt sich ein bezahlter Wohnmobilstell- oder Campingplatz. Mehr Infos zu den einzelnen Kategorien findest du in unserer Übersicht

Kochen oder ins Restaurant?

 

Unsere Ausgaben fürs Reisen belaufen sich eigentlich nur auf die Benzinkosten (die ja bei einer Reise sowieso anfallen), auf Lebensmittel und ggf. Eintrittsgelder. Dabei lässt sich auch einiges sparen. Wenn du zum Beispiel Einkaufen gehst und dich selbst um die Zubereitung kümmerst, statt ins Restaurant zu gehen, gibst du ja eigentlich nicht mehr Geld aus, als wenn du zuhause bleiben würdest.

 

Hierfür empfehlen wir dir am besten im Vorfeld deines Abenteuers eine Liste anzulegen, von Gerichten, die du zubereiten möchtest. So verfällst du auch nicht den Impulskäufen im Supermarkt, wie wir an unvorbereiteten Tagen.  Darüber hinaus ist es auch ein tolles Gefühl, auf einem Gaskocher oder auf einem offenen Feuer sein Abendessen zu zubereiten und den Abend gemütlich vor dem Feuer ausklingen zu lassen. Und selbstgemacht schmeckt nun mal einfach am besten!

 

 

Und auch bei Eintrittsgeldern oder Gebühren für Aktivitäten, kann man wirklich viel sparen, denn es gibt oft viele kostenlose Alternativen zu touristisch überteuerten Spots.

Kostenlose Aktivitäten

 

Mit Geocaching die Umgebung auf eigene Faust entdecken

 

Die für uns kostengünstigste und spannendste Art eine Region zu entdecken ist Geocaching. Wenn du uns schon länger verfolgst, ist das ja nichts Neues für dich.

 

Die kostenlose App eignet sich nämlich weltweit optimal als Reiseführer (ausser in Somalia und Nordkorea). Zwar ist die Dichte der Verstecke außerhalb Deutschlands meist nicht so hoch, jedoch werden die Caches werden von Einheimischen versteckt und bringen einen somit an Orte, die in keinem Reiseführer stehen. Man kann aber auch davon ausgehen, dass an jeder Attraktion, die in einem Reiseführer steht, auch ein Cache liegt. Somit kannst du dir das Sightseeing-Programm noch etwas versüßen.

 

Darüber hinaus enthalten die „Cache-Beschreibungen“ sehr oft spannende Infos oder Geschichten zu den Orten und/oder manchmal muss man sich sogar mit der Umgebung auseinandersetzen, um das Räsel zu lösen. So kannst du eine Stadt oder Region auf seine eigene Faust erkunden und dabei auch noch etwas darüber lernen. Wir denken, dass man sich durch Geocaching noch viel intensiver mit einem Ort auseinandersetzt und durch verschiedenste Aufgaben, die anfangs manchmal unmöglich erscheinen, starke Erinnerungen schafft.

 

Neben Geocaching gibt es natürlich noch viele weitere kostenlose oder günstige Aktivtäten, wie beispielsweise kostenlose Stadt- oder Naturkundemuseen oder des öfteren auch Kunstausstellungen. Suche dafür am Besten direkt nach „kostenloses Museum“ oder „kostenlose Aktivitäten in…“ bei der Suchmaschine deines Vertrauens. 

 

 

Wir nutzen übrigens nur noch Ecosia, die nachhaltige Alternative zu Google. 

 

 

Lostplaces

 

Eine weitere spannende und etwas außergewöhnliche Möglichkeit in die Geschichte einer Stadt oder Region abzutauchen sind Lost Places. Oft in östlichen Gebieten des Landes vertreten, stellen gerade verlassene Orte wie alte Krankenhäuser, Bunker oder andere ehemalige öffentliche Anlagen ein besonders spannendes Ziel dar. Wenn die Einrichtung dann auch noch gut erhalten ist, kann man die Geschichte wirklich richtig gut in seinem Kopf rekonstruieren.

 

Pass jedoch gut auf dich auf, denn oftmals sind die Gebäude in keinem guten Zustand und somit könnte Einsturzgefahr bestehen. Begib dich daher immer mindestens zu zweit in ein solches Gebäude, denn dort kann so Einiges passieren. Gerade in der Nähe von Großstädten sind Lost Places meistens von Obdachlosen bewohnt oder werden von Jugendlichen aufgesucht, die dort randalieren und feiern. Bei manchen Geländen muss man ggf. üer Zäune klettern oder sich seine eigenen Eingangsmöglichkeiten suchen. 

 

 

Und was auch noch gesagt werden muss: Die meisten Gebäude bzw. Gelände gehören Privatpersonen oder Firmen und auch wenn sie diese verrotten lassen, macht man sich theoretisch des Hausfriedensbruch strafbar. Uns ist da zwar noch nie etwas passiert, aber dennoch solltest du dir über das Risiko bewusst sein.

Alleine den Sonnenuntergang genießen

 

Aussichtsplattformen sind meistens kostenpflichtig und überfüllt. Also läuft man meistens hoch, guckt sich um, schießt ein paar Bilder, ärgert sich, dass so viele Menschen im Weg waren und schon geht´ wieder runter. 

 

 

Wie wär´s stattdessen mit deiner eigenen Aussicht? Such doch einfach mal nach den höchsten Gebäuden (zum Beispiel:  Parkhäuser, Statuen oder andere öffentliche Einrichtungen) oder natürlichen Erhebungen in deiner Umgebung und versuche da hoch zu kommen. Gerade Parkhäuser haben oft frei zugängliche Parkdecks, welche dir einen tollen Ausblick bieten können, den du dann meist allein genießen kannst.

Wohin denn überhaupt?

 

Jetzt denkst du dir bestimmt: Ok, das hört sich ja alles ganz gut an, aber wohin soll ich denn für diesen kurzen Zeitraum fahren? 

Es muss gar nicht weit weg sein, wenn du für ein paar Tage verreisen möchtest. Hauptsache du kommst „weg“ und irgendwo hin, wo du noch nicht warst. Das kann auch nur eine halbe Stunde von Zuhause entfernt sein, aber wenn du noch nie da warst, warum nicht mal hin und gucken was da so los ist?!  Etwas Neues zu erleben bzw. zu Entdecken löst bei uns das „Entdeckergefühl“ aus. So fühlt sich ein Wochenende meist wie eine Woche Urlaub an.

 

Wir orientieren uns an Orte und Regionen, welche in einem 3h Radius entfernt von unserer Heimat liegen. Somit stellen wir sicher, dass wir dort gemütlich nach der Arbeit und vor Sonnenuntergang (bis auf den Herbst und Winter) ankommen und auch, dass die Rückfahrt nicht zu lange ist. 

Um dann einen Ort zu finden, gucken wir als erstes auf die Geocaching Karte und such nach Caches bzw. Cacherunden, die wir entdecken wollen oder die uns empfohlen werden. Da spielt das auch keine Rolle, wenn diese in Regionen liegen, von denen wir vorher noch nie etwas gehört haben. Denn unser Ziel sind ja die Caches. Wir werden jedoch fast ausschließlich positiv überrascht und entdecken wunderschöne und einzigartige Orte und das quasi direkt um die Ecke.

 

 

Außerdem empfehlen wir dir deine Rückfahrt, besonders, wenn diese aus einer weiteren Strecke besteht, in mehrere Etappen aufzuteilen. So bist du zwar zeitlich gesehen länger unterwegs, kommst allerdings mit einem klaren und stressfreien Gemüt Zuhause an. Auf unserer Karte findest du einige Runden, die sich direkt an Autobahnausfahrten befinden und somit perfekt für ausgiebige „Pipi-Pausen“ sind.

 

Urlaubstage planen

 

 

Wenn du nun auch Lust auf viele kleine Trips statt einer großen Reise im Jahr bekommen hast, dann bietet es sich an, deine Urlaubstage genau im Vorfeld zu planen. Das bedeutet sich den Kalender mit allen gesetzlichen Feiertagen anzugucken und möglichst viele verlängerte Wochenenden zu bilden. Nutze Brückentage und verlängere sie mit deinen Urlaubstagen. 

 

Keine Zeit am Wochenende? Mikroabenteuer für den Feierabend

 

Unter der Woche versuchen wir auch möglichst häufig raus zu kommen und Alternativen zum Feierabend auf der Couch zu finden. So gehen wir viel „Cachen“, suchen uns eigene Aussichtspunkte in der Stadt, Paddeln auf den Kanälen Hamburgs und Umgebung oder bereiten uns hin und wieder auch unser Abendessen draußen auf dem Gaskocher oder der Bushbox zu. Die Zeit scheint dann oft viel langsamer zu vergehen und man hat das Gefühl, mehr aus seinem Feierabend gemacht zu haben.

 

Was noch wichtig ist:

 

Es wird garantiert auch mal schlechtes Wetter herrschen, wenn du am Wochenende unterwegs bist und vielleicht wird dich das dann auch nerven, denn du hast ja schließlich nur dieses Wochenende. Zum einen darfst du dich davon natürlich nicht unterkriegen lassen. Regenjacken und -hosen gehören bei uns mittlerweile zur Grundausstattung und sie haben uns schon oft Ausflüge gerettet.

 

Zum anderen kann das Unwetter jedoch auch so schlimm sein, dass dein Trip verschoben werden muss. Aber lass dich davon nicht unterkriegen, denn du hast noch 51 weitere Wochenenden, an denen du wieder unterwegs sein kannst. Es herrscht zum Glück nicht so ein Druck wie bei einem lange geplanten Urlaub, wenn der Regen dir einen Strich durch die Rechnung macht. Denn wenn der Jahresurlaub sprichwörtlich durch schlechtes Wetter ins Wasser fällt, dann ist das wirklich bitter..

 

Wir hoffen, dass wir dir nun mit diesem Beitrag Lust auf Wochenendtrips gemacht haben und du nun kein schlechtes Gefühl mehr hast, wenn du deine ganzen Urlaubstage für dieses Jahr schon verbraucht hast.  

 

Wir sind sehr auf deinen Kommentar und deine Erfahrungen gespannt. Schreib uns sehr gerne dazu! 

 

Und jetzt ab nach draußen, denn dein nächstes Abenteuer wartet!

 

 

Nadine & Rikkert

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